Die verschiedenen Yoga-Arten

Wenn hierzulande von Yoga die Rede ist, wird meist das Üben von bestimmten Asanas gemeint. Das reduziert den Yoga als komplexe Philosophie und umfassende Gesundheitslehre auf einen geringen Anteil dessen, was Yoga eigentlich ist. Dieses komplexe System verschiedener indischen Lehren besteht bereits seit mehreren Jahrtausenden.

Im Westen haben sich nur die körperlichen Übungen durchgesetzt. Zum Teil werden in Meditation und Atemübungen eingeflochten. Verschiedene Yoga-Schulen buhlen im städtischen Bereich um Interessenten. Jeder kann – unabhängig vom Alter – in einen Yoga-Kurs einsteigen.

Herkunft und Geschichte des Yoga

Mindestens seit 3.500 Jahren existiert der Yoga in seinen Grundzügen. Möglicherweise sind die ersten Ansätze davon sogar noch älter. Die in den indischen Veden beschriebenen Praktiken gelten als Vorläufer des Yoga. Das Entstehen der yogischen Frühformen wird von Forschern den Hochkulturen im Indus-Tal zugeschrieben.

Heute gilt es als erwiesen, dass nicht die eingewanderten Indo-Arier den Yoga entwickelt haben. Mit den Yoga-Sutren von Patanjali wurde der Yoga-Weg um die Zeitenwende erstmals schriftlich fixiert. Mittlerweile gilt der Yoga als immaterielles UNESCO-Weltkulturerbe. Mehr über die Geschichte des Yoga erfährst du in diesem Artikel.

Die verschiedenen Schulen des Yoga

Der heute im Westen beliebte Hatha-Yoga ist historisch gesehen die jüngste Entwicklung im Yoga-Universum. Es gibt diverse Yoga-Wege, die unterschiedliches Gewicht auf die Asans, die meditativen Anteile und die Atemübungen legen. Auch Ernährungs- und andere Yoga-Regeln spielen eine unterschiedliche Rolle. Folgende Yoga-Schulen finden sich im Westen etabliert:

Hatha-Yoga

Hatha-Yoga ist relativ körperorientiert. Es geht um die Steigerung von Muskelkraft, Energie und Ausdauer. Versucht wird in den Kursen, eine stimmige Balance zwischen körperlichen Übungen (Asanas), Atemübungen (Pranayama) und meditativen Elementen zu schaffen.

Iyengar-Yoga

Iyengar-Yoga bildet eine Unterkategorie des Hatha-Yoga. Hier geht es aber vor allem um die Exaktheit und Perfektion der Übungen. Als Hilfsmittel werden Korkklötze, Gurte, Polster sowie Stühle und Rückenbänke eingesetzt. Damit sind auch komplexe Asanas durchführbar.

Anusara-Yoga

Anusana-Yoga stellt eine weitere Sonderform des Hatha-Yoga dar. Diese wurde erst 1997 begründet. Hier sind eine positive Einstellung und eine zunehmende Öffnung des Herzens wichtig. Die Körperübungen werden kraftvoll und exakt ausgeführt. Geist und Körper sollen im Einklang sein.

Ashtanga-Yoga

Der Ashtanga-Yoga, ebenfalls als Hatha-Yoga-Variante anzusehen, befasst sich nur mit den Körper- und Atemübungen. Meditationsübungen finden nicht statt.

Sivananda-Yoga

Begründer Swami Sivananda lehrte einen eigenen Yoga-Weg. Dieser basiert auf fünf Grundprinzipien. Geistige und körperliche Gesundheit werden demnach durch Körper- und Atemübungen, Entspannungsübungen, Ernährung und Meditation bzw. positives Denken erreicht.

Kundalini-Yoga

Weltbekannt wurde auch der Kundalini Yoga-Weg. Hier geht es um Übungen, die den Aufstieg der Lebensenergie (Kundalini) zum Ziel haben. Die Energiezentren bzw. Chakren spielen dafür eine wesentliche Rolle. Ohne einen fachkundigen Lehrer sollte die Kundalini nicht geweckt werden.

Bikram-Yoga (Hot-Yoga)

Diese schweißtreibende Hatha-Yoga-Unterart lässt alle 26 körperlichen Übungen bei Raumtemperaturen von 35-40 Grad Celsius ausführen. Daher ist Bikram-Yoga auch als Hot-Yoga bekannt.

Yin-Yoga

Beim Yin-Yoga geht es hauptsächlich um sanfte Dehnung und langes Halten der Asanas. Alle Übungen werden im Sitzen oder Liegen ausgeführt. Dazwischen werden Entspannungspausen eingelegt. Hier geht es um Bewusstheit und Präzision.

Jivamukti-Yoga

Eine 1984 etablierte Yoga-Art, die Körperübungen mit spirituellen Prinzipien wie Gewaltlosigkeit, Veganismus, Umwelt- und Tierschutz, Meditation und Musik kombiniert. Hier geht es ebenso um Ertüchtigung, wie um Bewusstheit und Ethik.

Aerial-Yoga

Bei dieser Yoga-Sonderform werden schwierige Übungen durchgeführt. In der Decke des Übungsraumes befestigte Tücher unterstützen die Übenden dabei. Durch das Üben von Asanas, bei denen man in den Tüchern hängt, stellt sich gefühlt körperliche Schwerelosigkeit ein.

Wie und wo kann jemand Yoga erlernen?

In den meisten Städten sind gleich mehrere der eben beschriebenen Yoga-Arten vertreten. Schwieriger ist es in ländlichen Regionen. Möglicherweise bieten aber dort angesiedelte Sportvereine oder Fitnessstudios zumindest Hatha-Yoga-Kurse an. Ansonsten kann sich jeder online bei YouTube über Yoga informieren.

Anfänger können Yoga durch folgende Angebote erlernen:

  • Yogakurse in speziellen Yoga-Studios
  • Yogakurse an der Volkshochschule
  • Yoga-Angebote in regionalen Sportvereinen
  • ausgewählte Angebote einzelner Heilpraktiker
  • privat angebotene Kurse durch Yogalehrer
  • von einer Krankenkasse angebotene Yoga-Kurse
  • geführte Onlinekurse in Online-Fitness-Centern
  • Yoga-Kurse auf DVDs oder Videos
  • durch Yoga-Apps
  • oder durch YouTube-Videos.

Welches Zubehör brauche ich für Yoga?

Was immer benötigt wird, ist eine rutschfeste Yogamatte und lockere Kleidung. Das Yoga-Outfit sollte möglichst keine synthetischen Fasern enthalten. Für die Entspannungs-Übungen wäre ein flaches Kopfkissen angebracht.

Da mancher beim Üben von Asanas stark ins Schwitzen kommt, ist auch ein kleines Handtuch sinnvoll. Auf alle Fälle sollte in den Pausen Trinkwasser zugeführt werden können.

Weiteres Zubehör wie Korkblöcke, Gurte oder anderes ist nicht bei allen Yogaschulen üblich. Man sollte solche Zubehörteile also erst anschaffen, wenn sie auch benötigt werden.

 

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Ernährung und Yoga

Viele Menschen, die bereits jahrelang Yoga üben, entscheiden sich, auch die yogische Ernährung zu befolgen. Diese verzichtet auf Fleisch und Fisch sowie alle tierischen Bestandteile der Nahrung. Auch Knoblauch, Zwiebeln oder Hülsenfrüchte, die blähen, werden gemieden.

Entweder wird eine vegetarische oder eine vegane Lebensweise angestrebt. Diese macht es leichter, den Körper auf die Yoga-Übungen einzustimmen. Pflanzliche Nahrung ist leichter verdaulich. Sie bekommt der Gesundheit besser.

Fazit “Yoga für Anfänger”

Jeder Interessent kann heutzutage ohne Vorkenntnisse Yoga erlernen. Interessenten müssen nur herausfinden, welche der angebotenen Yogaformen sie interessieren. Zudem ist zu recherchieren, wo diese Yoga-Art angeboten wird.

Die meisten Menschen bleiben bei der zuerst erlernten Yoga-Art. Manche Yoga-Adepten möchten aber sportlicher unterwegs sein. Sie wählen nach einiger Zeit eine anstrengendere oder schwerere Yoga-Variante.