Grundlagenwissen – Was ist Yoga?

Lifestyle oder Tradition? Meditation oder Sport? Langsames Dehnen oder schnelle Abfolgen von Übungen?
Eines vorweg: Yoga kann das alles sein. Das klingt vielleicht ein wenig unbefriedigend unkonkret. Aber wer etwas über die Grundlagen von Yoga lernt, wird verstehen, warum Yoga so vielseitig und umfassend ist.

Was ist Yoga?

Yoga ist eine uralte, aus Indien stammende Philosophie und weist somit Einflüsse des Hinduismus, aber auch des Buddhismus auf. Yoga kann als Technik verstanden werden, die, seit es sie gibt, viele Ebenen des menschlichen Lebens verbindet. Geist oder Körper, Bewegung oder Ernährung – Yoga gibt einem Möglichkeiten an die Hand, dies alles nicht einzeln zu betrachten, sondern integral. Yoga wirkt demnach körperlich, mental und emotional. Menschen, die Yoga praktizieren geht es immer darum, diese unterschiedlichen Aspekte des Lebens in Balance zu bringen. Mehr über die Geschichte des Yogas erfährst du in diesem Artikel.

5.000 Jahre alt

Balance ist ein wichtiges Stichwort: Der Begriff “Yoga” kommt aus dem Sanskrit und kann mit “Zusammenbinden” oder eben auch “Harmonie” und “Einheit” übersetzt werden. Und Sanskrit ist oft auch die Sprache der Yogapraxis. Die Übungen, die gemacht werden, heißen Asanas. Man begrüßt oder verabschiedet sich oft mit “Namasté” (= “Ich verbeuge mich vor dir”) und wünscht sich am Ende einer Einheit vielleicht auch noch “Shanti” (= “Frieden, Ruhe”). Die Sanskrit-Namen verschiedener Asanas sind gar nicht leicht zu merken, aber keine Sorge: In die westliche Yogapraxis sind auch längst deutsche und englische Begriffe eingekehrt: “Katze – Kuh” oder “Cat – Cow” geht vielen Yoga-Anfängerinnen und Yoga-Anfängern leichter über die Lippen als “Marjaryasana – Bitilasana”.

Meditation Yoga

Die Yoga-Philosophie fußt auf fünf Säulen. Diese können in unterschiedlichen Yoga-Arten (dazu im nächsten Abschnitt mehr) unterschiedlich stark betont werden, gehören aber zu einer umfassenden Yogapraxis dazu:

  • Körperübungen (Asanas)
  • Atemübungen (Pranayama)
  • Tiefenentspannung
  • Meditation
  • Gesunde Ernährung, die fünfte Säule, kommt nicht in jedem Yoga-Kurs zur Sprache. Aber logisch: Nur unter Einbeziehung auch dieses Aspekts können Körper und Geist zu Harmonie gelangen.

Yoga – Genau mein Ding?

Wie bereits erwähnt: Es gibt viele unterschiedliche Arten, Yoga zu praktizieren. Je nach Ausrichtung werden dabei die Grundpfeiler einfach etwas unterschiedlich gewichtet. In manchen Yoga-Stilen geht es mehr um die Entspannung und den friedlichen Geist, andere sind auf körperlicher Ebene sehr fordernd. Und natürlich gibt es immer mehr Trends (vom Lach-Yoga bis zum Yoga mit Ziegen), die die Yogapraxis mit unserem modernen Leben verbinden – entweder, um das Beste aus den Übungen herauszuholen, Hemmschwellen zu senken oder auch einfach, um den Spaß zu erhöhen und damit dem Geist etwas Gutes zu tun.

 Was ist Yoga Hatha Yoga

Hier die wichtigsten Yoga-Stile:

Hatha-Yoga ist der weltweit bekannteste Yoga-Stil. Hier stehen die Asanas und Pranayama im Vordergrund. Innerhalb des Hatha-Yogas gibt es aber viele weitere Abzweigungen.

Ashtanga-Yoga. Hier wird eine ganz bestimmte, reibungslose Abfolge von Asanas praktiziert. Das ständige Wiederholen der durchaus Abfolgen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden kann trotz aller Anstrengung eine sehr meditative Wirkung haben.

Bikram-Yoga (Hot-Yoga). Hier werden bestimmte Asanas in einem mindestens 35 Grad Celsius warmen Raum praktiziert.

Yin-Yoga ist ein passiverer Yoga-Stil. Die meisten Übungen werden im Liegen oder Sitzen praktiziert. Statt durch die Asanas zu fließen, wird sehr lange in einer Haltung geblieben.

Mehr Informationen zu den verschiedenen Yoga-Arten haben wir in diesem Artikel zusammengefasst. 

Auf die Matte

Wo und wie anfangen? Yoga-Studios gibt es inzwischen in fast jeder Stadt und auch Volkshochschulen oder manche Hebammenpraxen bieten Yoga beziehungsweise Schwangerenyoga an.
Und das Beste: Yoga wird von einigen Krankenkassen als Gesundheits-Präventionskurs anerkannt, die Kosten somit zu Teilen übernommen. Auch YouTube bietet inzwischen eine ganz große Auswahl.

 Yoga Matte

Die Ausrüstung

Viel braucht es nicht. Eine Yogamatte* ist sehr sinnvoll. Sie sollte rutschfest sein – wie dick, ist dabei aber Geschmacksache.
Gute Hilfsmittel können Gurte sein, mit denen man lernen kann, tiefer in Dehnungen zu kommen oder Yogaklötze, die ebenfalls in vielen Asanas unterstützen können. Für die erste Yogaerfahrung ist das aber nicht notwendig. Nur die Kleidung muss bequem sein. Denn im Yoga geht es genau darum: Sich wohlfühlen. Rundum.

Fazit – Yoga in wenigen Sätzen erklärt

Yoga beinhaltet Techniken, den eigenen Körper besser kennenlernen, durch bewusstes Atmen beweglicher zu werden oder im wahrsten Sinne des Wortes die Balance zu finden. Und ist dabei kein sportlicher Wettkampf, sondern sehr individuell. Und was Yoga auch nicht ist: Hokuspokus. Inzwischen gibt es viele Studien, die die Wirkung von Yoga belegen.

Das Einsteigerset für deinen Start zu mehr Wohlbefinden: