Meditation – Dein Weg zu mehr Wohlbefinden und Selbsterkenntnis

Die Meditation, die dir innere Ruhe, ein besseres Weltbild und Selbsterkenntnis beschert, wird seit jeher der Buddha-Ära, die seit rund 2.600 Jahren existiert, zugeschrieben. Dies ist nicht falsch. Die Meditation haben wir aus dem Buddhismus übernommen. In allen buddhistisch geprägten Ländern und Klöstern wird meditiert. Die Ursprünge der Meditation reichen jedoch ca. 12.000 – 13.000 Jahre zurück und lassen sich nach einigen Recherchen in Drawidien, einem früheren Teil Indiens, tief im Süden, vermuten. Hier lässt sich eine Nahtstelle zum Kriya Yoga feststellen, nach dessen Regeln die ersten geistigen Tiefengedanken ihren Ausgangspunkt gefunden haben. Wer die Meditation heute lebt, spürt die tiefste Verbindung zu Geist, Seele und Körper, die ein Mensch haben kann. Nachstehend erfährst du, wie Meditation dein Leben verändern kann.

Meditation

Was ist Meditation genau?

Obwohl du ganz sicher Bilder und Berichte von Meditation lebenden Mönchen im Kopf hast, lässt sich Meditation für viele nur schwer definieren. Meditation ist so vielseitig, wie die Menschen, die diese Kunst leben und beherrschen. Fragst du 50 Personen, was Meditation ist, wird dir jeder eine andere Antwort geben. Man findet Worte für diese geistige Technik, kann deren Bedeutung jedoch niemals vollständig wiedergeben. Daher ist es für viele Menschen sehr schwierig, überhaupt zu verstehen, was Meditation genau ist.

Daraus darfst du schließen, dass Meditation nicht einfach eine anzuwendende geistige Praxis ist, sondern von der Erfahrung lebt, die du über Jahre hinweg erst sammelst, bevor deine Meditationsübungen denen buddhistischer Mönche nahekommen. Erst durch diese wertvollen Erfahrungswerte kannst du dir ein genaues Bild von der Meditation machen.

In unserer schnelllebigen und nervenraubenden Zeit wird Meditation vor allem zur Entspannung genutzt. Yogastudios gibt es wie Sand am Meer, in nahezu jedem Sport- und Tanzstudio wird am Ende der sportlichen Leistung Meditation gepredigt. Dabei ist die Entspannung lediglich ein Nebenprodukt der Meditation. Das funktioniert kaum in 5 Minuten. Die geistige und körperliche Entspannung benötigst du, um das wahre Ziel der Meditation zu erreichen.

Das echte Ziel der Meditationsübungen

Bei der Meditation handelt es sich um eine Art Technik, durch die du den absoluten Seins-Zustand erreichst. Das bedeutet, wie der Ausdruck es beschreibt, du bist ganz bei dir selbst, ohne die Bodenhaftung zu verlieren oder den Kontakt zur Welt.

Das höchste Ziel der Meditation ist vielen als ‚Erwachen‘ oder ‚Erleuchtung‘ bekannt. Der Schlüssel dazu ist die Kontrolle unserer Aufmerksamkeit. Diese wird bei der Meditation auf ein bestimmtes Ziel gerichtet. Erwarte nicht sofort dieses Ergebnis. Nach vielen Jahren der Meditationsübung besitzt du die Fähigkeit, deine Aufmerksamkeit gezielt und dauerhaft unter Kontrolle zu halten. In deinem Tagesablauf bist du von diesem geistigen Zustand weit entfernt. Deine Aufmerksamkeit bewegt sich blitzartig von einem Punkt zum anderen, von der Arbeit zum Einkauf, von den Kindern zum Treffen mit Freunden, vom Haushalt zum Abendessen. Und draußen prallt ein Feuerwerk von Bildern und Emotionen auf dich ein. Hinzu kommen Sorgen, die uns plagen. Daher lebst du, wie die meisten Menschen, oberflächlich und unbewusst.

Meditation und Yoga

Mit der richtigen Anwendung der Meditation lebst du bewusster, egal, was um dich herum passiert. Du lebst aufmerksam und richtest deinen Fokus auf Freundschaft und Liebe. Erreichst du dieses hohe Ziel der Meditation, geht es dir gut, ganz gleich, was im Alltag auf dich einprasselt. Dazu musst du die Meditation in der Tiefe und regelmäßig leben. Durch diese Form der Aufmerksamkeit bildest du deinen Kanal, durch den du die Welt und deine Mitmenschen siehst.

Themen, die im Zusammenhang mit der Meditation stehen, jedoch einzeln betrachtet noch keine gelebte Meditation sind:

  • Entspannung
  • Nichtstun
  • Konzentration
  • gezielt schlechte Gedanken abzuschirmen
  • Glücksgefühl im Meditationszusammenhang
  • Abstand vom Alltag ohne Verlust der Bodenhaftung
  • geistige Übungen
  • Neues aus sich selbst heraus entdecken

Meditation ist kein Allheilmittel. Jedoch sollen Menschen, die dem Buddhismus angehören, durch jahrelanges tiefes Meditieren auch Krankheiten besser aushalten oder diese sogar zum Rückzug bringen. Die Meditation gilt als Kraft, mit der du allen Unebenheiten im menschlichen Dasein besser entgegentreten kannst.

Die vielen Seiten der Meditation

Meditation findet sich in vielen Bereichen des Buddhismus wieder. Es ist nichts, was du für andere tust, sondern ausschließlich für dich selbst. Als Ergebnis wirst du besser mit deinem Leben zurechtkommen und dein Wohlbefinden stärken. Sogar die Wissenschaft, die derartigen Routinen zunächst skeptisch gegenüberstand, befürwortet die Meditation im Alltag. Wie die Wissenschaft über Meditation denkt, lässt sich sehr gut in dem Buch ‚Die Kraft der Meditation – Was die Wissenschaft darüber weiß‘ von Peter Sedlmeier nachlesen.

Zur Meditation gibt es keine einheitliche Richtung. Stattdessen findest du viele Formen der Meditation. Jeder wählt die Meditationsart, die ihm liegt. Fortgeschrittene Meditierende binden auch mehrere Meditationsformen in ihren Alltag ein. Unter den wichtigsten Arten der Meditation wirst auch du deine Richtung finden. Möchtest du dich zu Beginn noch nicht festlegen, experimentiere ruhig ein wenig herum. Gängige Meditationsformen für dich zusammengestellt:

  • Stille- und Ruhemeditation
  • Konzentrationsmeditation
  • Yoga
  • Tantra
  • Gehmeditation

Stille- und Ruhemeditation

Die ‚Stille Meditation‘ oder die ‚Ruhemeditation‘ gehören zu den ältesten Meditationsformen, die seit Jahrtausenden existieren. Aus dieser Meditationsform ergibt sich auch die Phrase ‚in der Ruhe liegt die Kraft‘. In unserer hektischen und digitalen Ära gibt es kaum noch Möglichkeiten, sich ein wenig zurückzuziehen und in eine entspannte Phase zu gelangen. Es ist bereits lange erwiesen, dass dem modernen Menschen bereits wenige Minuten der Meditation, und das regelmäßig, guttun. Meditation ist wie eine Insel im Sturm und kann quasi überall ausgeführt werden. Die ‚Stille Meditation‘ eignet sich für Menschen jedes Alters von Anfängern bis hin zu Meditationsprofis. Ob abends im Bett vor dem Einschlafen, während der Pausen oder einfach zwischendurch, diese Meditationsform sorgt für innere Ruhe und Ausgeglichenheit. Praktizierst du diese Art der Meditation, wirst du den komplexen Themen des Lebens ruhiger und gelassener begegnen.

Wie die Begriffe ‚Stille Meditation‘ oder ‚Ruhemeditation‘ bereits vermuten lassen, solltest du dir dazu einen ruhigen Raum suchen oder dich konsequent vom Außen und von Lärm abschotten, während du meditierst. Der Raum sollte eher zweckmäßig sein als mit zu vielen Dingen beladen. Gut wäre eine Matte oder ein Paar Kissen, da du besser meditierst, wenn du es dir bequem machst. Auch solltest du sämtliche Lärmquellen, wie Handy und Telefon, ausschalten. Ein gut belüfteter Raum verbessert das Meditationsergebnis ebenfalls. Wenn du magst, zünde dir eine Kerze an oder ein paar Räucherstäbchen an. Dies richtet sich nach der Individualität jedes Menschen. Kleine Rituale helfen. Auch die richtige Position, sitzend oder bei Bedarf liegend, wirken sich auf dein Meditationsergebnis aus.

Sind alle Vorbereitungen getroffen, musst du loslassen. Nichts im Äußeren sollte deine Gedanken negativ beeinträchtigen. Diesen Zustand erreichst du, wenn du tief ein- und ausatmest. Verschwende keine Gedanken mehr an deine Alltagssorgen. Diese werden dir, wenn du aus der Meditation wieder in die Realität übergehst, weniger schwierig vorkommen. Betrachte einen negativ aufflackernden Gedanken mit Liebe und dann verbanne ihn, soweit du es kannst. Am Anfang wirst du das schwierig finden. Mit der Routine und Erfahrung gelingt dir das später immer besser. Du gehst optimistischer als vorher und gestärkt aus der Meditation hervor.

Einige Experten raten zu einer 2-stündigen Meditation pro Tag. Dies ist für die meisten Menschen, die einen stressigen Alltag mit Arbeit, Haushalt, Kindern und Freizeitaktivitäten zu bewältigen haben, kaum umsetzbar. Daher kannst du auch klein anfangen. 2 bis 3 Mal 10 Minuten pro Tag reichen für den Anfang. Machst du das über einen längeren Zeitraum, spürst du erste Erfolge. Du lernst deine Achtsamkeit auf einen wichtigen Punkt in deinem Leben zu lenken und kommst so zur Ruhe.

Konzentrationsmeditation

Bei der Konzentrationsmeditation fokussierst du ich noch stärker als bei anderen Meditationsformen auf ein einziges imaginäres Bild oder ein echtes Objekt (positiv besetzt). Alternativ kannst du auch einen Gedanken oder ein Mantra aufgreifen. Diese Form der energischen Meditation reißt dich aus deinen Grübeleien und Gedankenspiralen, die dich ständig umkreisen. Die Konzentrationsmeditation sorgt für Ordnung in deinem Geist. Dieser wird dadurch ruhiger, deine Grübeleien werden unterbrochen. Je öfter du die Konzentrationsmeditation ausübst, umso besser gehst du mit Alltagsproblemen um.

Yoga

Yoga ist nicht gleich Meditation. Dennoch wird beides oftmals miteinander kombiniert, weil diese beiden Formen der geistigen und körperlichen Ruhe dein Leben lebenswerter machen. Um ruhig und richtig meditieren zu können, benötigst du zunächst eine entspannte Haltung. Diese erreichst du durch Yoga. Yogaübungen mit ihren verschiedenen Figuren, dem richtigen Sitzen und Atmen aus dem Bauch heraus bereiten dich auf das Meditieren vor. Daher praktizierst du Yoga vor und nicht nach dem Meditieren.

Yoga am Meer

Das schonende Hatha-Yoga-Asanas ist vor dem Meditieren besser als die kraftvolleren Übungen anderer Yogaformen. Durch die Asanas aus den Yoga-Übungen bist du nicht mehr so rastlos und kannst mit dem Meditieren beginnen. Falls du die Möglichkeit hast, suche dir einen Ort, der dir gefällt. Dies kann ein Park sein oder ein Ort am Wasser. Auch zuhause lassen sich die Übungen durchführen.

Du möchtest mehr über Yoga erfahren? Dann gelangst du hier zu unseren Yoga-Artikeln.

Tantrameditation

Der Tantrismus gilt als Strömung der hinduistischen Religion und der Verehrung Shaktis, die als weibliche Urkraft des Universums gilt. Die klassische Form der Tantrameditation besteht aus 6 oder 8 Übungen (Kriyas). Eine Tantrameditation umfasst gleich mehrere Arten der Meditation und Yoga-Übungen in einer gewissen Phase. Sie beinhaltet sowohl eine Asana, ein Mudra (Handgeste aus dem indischen Tanz), ein Pranayama (Zusammenführung von Geist und Körper durch Atemübungen) und vor allem den Fokus auf ein ausgewähltes Mantra. Die Kriyas weichen in ihrer Länge zwischen ca. 30 und 60 Minuten ab.

Gehmeditation

Gehmeditation bedeutet für dich, dass Geist und Körper sich mit jedem Schritt, den du machst, miteinander verbinden. Durch die Jahrhunderte alte Tradition in der Meditation befindest du dich nach und während dieser Übung in einem vollkommenen Zustand der Achtsamkeit. Während du in Schritten voranschreitest, führt dich jeder Teil der Bewegung zu alles umfassenden tiefen Bewusstsein. Gehen ohne Beginn und Ziel: lediglich das Entstehen und die Inkraftsetzung von Impulsen spielen bei dieser Meditationsform eine Rolle. Der Initiator der Gehmeditation, Thich Nhat Hanh, begründet dies mit dem Leitsatz: „Jeder Schritt bringt dich ins Jetzt, in den einzigen Moment, in dem du tatsächlich lebst.“

Gehmeditation

Möchtest du Meditation professionell betreiben mit Regeln, Ratschlägen und Motivation, dann suche dir einen Meister. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten. Hier solltest du gut zwischen echten Meditationsprofis und Scharlatanen unterscheiden können.

Meditation mit Faultier

Meditation alleine oder in der Gruppe

Ob du Meditation lieber alleine oder in der Gruppe ausübst, ist Typsache. Beachte aber, dass du für diese Übungen, die sowohl Geist und Körper stärken, absolute Ruhe benötigst. Inzwischen findest du zahlreiche Yogazentren, die eine gute Basis für diesen Bestandteil deines Lebens darstellen. Außerdem kannst du dich hier austauschen und erhältst praktische Tipps von Profis. Jedoch solltest du dir für die Wahl des richtigen Meditations- und Yogastudios Zeit lassen.

Alternativ kannst du fast alle Formen der Meditationsübungen von Zuhause aus durchführen oder die Gehmeditation an der frischen Luft genießen.

Zahlreiche fachkundige Bücher und Videos bieten dir ebenfalls einen guten Leitfaden, wenn du Meditation in dein Leben einbindest.

5 Bücher zum Thema ‚Meditation‘ vorgestellt:

  • Meditation für Anfänger (Vital Experts)
  • Gesund durch Meditation (Jon Kabat-Zin)
  • Das kleine Buch vom Meditieren – 10 Minuten am Tag (Patrizia Collard)
  • Zen-Geist – Unterweisungen in Zen-Meditation (Shunryu Suzuki)
  • Das Buch der Freude* (Dalai Lama und Desmond Tutu)

Wenn du Orte des Ursprunges der Meditation näher beleuchten möchtest, so gibt es auch Reiseveranstalter, die Meditations- und Yogareisen anbieten.

Meditationsbücher mit Meditation

 

Die positiven Effekte in deinem Leben

Durch Meditation bringst du dein Leben in ein anderes Licht. Bei jedem Meditierenden bringt die Meditation andere Effekte mit sich. Doch einige Resultate sind der gemeinsame Nenner für jeden, der der Meditation einen festen Platz in seinem Leben einräumt:

  • mehr Selbstbewusstsein erlangen
  • Auflösen oder besserer Umgang mit Negativ-Gedanken
  • Entspannung finden
  • besserer Umgang mit Stress
  • Aggressivität verhindern
  • Panikattacken und Angstsituationen besser meistern
  • Grübeleien verhindern
  • bessere Kontrolle von Emotionen
  • Denkweisen ändern
  • bessere Verbindung zu den Mitmenschen haben
  • Fokus auf wichtige Bereiche des Lebens lenken

Fazit

Viele Studien belegen, dass Meditation das Wohlbefinden stärkt und sowohl bei physischen als auch psychischen Problemen gute Hilfe leisten kann. Kein Wunder, dass sich immer mehr Menschen für das Thema Meditation interessieren. Beschäftige dich ein wenig mit diesem Thema, bevor du in die Tiefen der Meditationstechniken einsteigst. Wenn du Meditation in dein Leben integrierst, solltest du es richtig machen, um die bestmöglichen Ziele für dich und dein Wohlbefinden zu erreichen.