Die 9 häufigsten Anfängerfehler, die beim Yoga gemacht werden

Viele Fehler beim Yoga betreffen die Ausführung der Asanas. Die meisten Fehler sind jedoch Anfängerfehler. Diese sind jedoch vermeidbar. Nachfolgend haben wir eine Übersicht mit den neun häufigsten Anfängerfehlern beim Yoga zusammengestellt:

1. Ungeeignete Bekleidung

Viele Yoga-Anfänger nutzen entweder bereits vorhandene Sportbekleidung, oder kleiden sich neu ein. Viele Anfänger entscheiden sich für unbequeme, zu enge, zu weite oder synthetische Yoga-Outfits. Yoga-Bekleidung sollte jedoch bequem sitzen, aus natürlichen Materialien bestehen und strapazierfähig sein. Hochrutschende Hosenbeine, im Schritt klemmende Hosen und T-Shirts, die beim Kopfstand über den Kopf rutschen, sind ungeeignet.

2. Üben ohne fachkundige Anleitung

Viele Anfänger beginnen vor dem Bildschirm, Asanas zu üben. Sie buchen Yoga-Online-Kurse, lesen Yoga-Bücher oder machen bei YouTube-Videos mit. Ohne einen qualifizierten Yoga-Lehrer sollte niemand mit dem Üben von Asanas anfangen. Der Grund dafür sind Haltungs- und Stellungsfehler. In Videos und Online-Tutorials werden solche Fehler nicht immer korrigiert. Daher besteht die Gefahr, sich falsche Handstellungen oder Verhaltensweisen anzugewöhnen.

3. Üben nach einer üppigen Mahlzeit

Man isst bestensfalls eine kleine Banane vor der Yoga-Stunde. Schwere Mahlzeiten rauben einem Energie. Diese wird vom Organismus für die Verdauungstätigkeiten abgezogen. Sie steht dem Yoga-Übenden somit nicht zur Verfügung. Wer mit gut gefülltem Magen Yoga-Asanas ausführt, erlebt schlaffe Pudding-Muskeln und Muskelkater. Unmittelbar vor der Yogastunde größere Mengen zu trinken, ist ebenfalls nicht ratsam. Yoga-Adepten essen bevorzugt vegetarisch. Das belastet den Organismus nicht.

4. Sich mit anderen vergleichen

Yoga-Anfänger achten zu wenig auf den eigenen körper. Stattdessen schielen sie beständig nach den anderen Kursteilnehmern. Dadurch wird nicht genügend Aufmerksamkeit auf die eigene Übung gelegt. Sich mit anderen zu vergleichen, kann demotivierend sein. Andere sind gefühlt besser als man selbst. Sie sehen beim Üben entspannter aus. Sie scheinen mühelos schwierige Asanas hinzubekommen. Allerdings war jeder einmal ein Yoga-Anfänger. Wer sich nicht vom ständigen Vergleichen befreien kann, wird es wohl auch bleiben. Beim Yoga entwickelt sich jeder gemäß seiner eigenen Fähigkeiten.

5. Mangel an Durchhaltevermögen

Zwei Dinge snd beim Üben von Yoga wichtig: Konzentriertheit und Standvermögen. Außerdem sollten alle Übungen langsam und bewusst durchgeführt werden. Spannung und Entspannung im steten Miteinander gehören zum Üben. Wer früher zusammenpackt, weil er einen Termin hat, solte gar nicht erst zur Yoga-Stunde kommen. Er stört mit dem Packen seiner Siebensachen die Konzentration oder Meditation der anderen Kursteilnehmer.

6. Yoga ist mehr als nur Asanas

Der Yoga ist ein philosphisches Konzept, das aus dem alten Indien stammt. Die Asanas machen nur einen kleinen Teil dieses Konzepts aus. Viel wichtiger ist der geistige Hintergrund, mit dem die Assana geübt werden sollten. Ohne sich vorher mit dem Yoga zu befassen, fehlen der Übung von Asanas die geistigen Grundlagen. Die Relevanz von Atmung und körperlicher Übung wird nicht verstanden.

Die körperlichen Haltungen solltn möglichst exakt ausfallen, damit sie ihre volle Wirkung entfalten können. Hände und Füße sollten auf eine bestimmte Weise in Kontakt mit dem Boden sein. Mit einer korrekten Körperhaltung werden Überlastungen und Schmerzen vermieden.

7. Einen ungeeigneten Yogakurs belegen

Menschen sind verschieden. Wer irgendeinen Yoga-Kurs mitmacht und nach ein, zwei Stunden frustriert aufgibt, verpasst etwas. Immerhin gibt es mehr als 20 Yoga-Arten. Diese unterscheiden sich in Tempo, Art der Ausführung sowie im Übungsschwerpunkt. Es gibt körperlich forderndere und meditativere Yoga-Arten. Manche Yoga-Arten sind nicht für Anfänger geeignet. Das ausgewogene Hatha-Yoga ist für Anfänger machbar. Power-Yoga eignet sich nur für sehr sportliche Menschen.

8. Falsch atmen

Wenn der Atem beim Üben von Asanas angestrengt ist, läuft etwas falsch. Wichtig ist, auch bei muskulärer Anspannung den Atem gleichmäßig und tief fließen zu lassen. Nur so kann das Asana in entspannter Verfassung geübt werden. Anschließend entsteht eine wunderbare Entspannung.

9. Schmerzen ignorieren

Schmerzen sind ein Zeichen, dass Haltungsfehler vorgelegen haben. Schmerz setzt eine Grenze. Diese sollte nicht überschritten werden. Die Einstellung, dass Schmerzen nun einmal zum Sport gehören, ist falsch. Yoga Asanas zu üben, sollte keine Schmerzen verursachen. Die Übung sollte beim Auftreten von Schmerzen abgebrochen werden. Ungewohnte Stellungen können anfangs etwas zwacken. Die angespannte Muskulatur dehnt sich.